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Spiegelglasschleiferei Lang/Köferl

Hier unterhalb des Höllfelsens befand sich 1853 das Drahthammerwerk des Andreas Lang. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage begann auch er mit dem Schleifen und Polieren von Spiegeln. Kurze Zeit später verkaufte er das Werk an Georg Kaiser aus Nürnberg. Die Anlage wurde 1854 vom Landwirt und Gastronom Michael Köferl weiter betrieben.

Aus der Überlieferung heraus berichtet der jetzige Besitzer, dass das Spiegelglasschleifen eine harte und schwere Arbeit war. Die Fenster der Werkshalle konnten nicht geöffnet werden, da der eindringende Staub der damals natürlich noch nicht befestigten Straße die Arbeit zunichte gemacht hätte.

Bis zur Erfindung und Einführung der modernen Tafelglasherstellung wurden die zum Schleifen vorbereiteten Tafeln aus Hohlglas gefertigt. Dabei wurden die mit dem Mund geblasenen Walzen aufgeschnitten und nach nochmaliger Erwärmung gestreckt.

Noch heute werden hier gelochte Besen- und Bürstenbretter hergestellt. Die Energie dazu wird aus Strom bezogen, der über eine Turbine erzeugt wird. Die Fallhöhe des Wassers beträgt 8 m. Der erzeugte Strom reicht aus, um das Anwesen auch mit Licht und Heizung zu versorgen.

In früherer Zeit hatte die Warme Steinach noch mehr Platz. Rechts die Straße war noch unbefestigt, keine Mauern stabilisierten das Ufer.
In früherer Zeit hatte die Warme Steinach noch mehr Platz. Rechts die Straße war noch unbefestigt, keine Mauern stabilisierten das Ufer.
Eine noch ältere Aufnahme. Links, nicht mehr zu sehen, der Höllfelsen.
Eine noch ältere Aufnahme. Links, nicht mehr zu sehen, der Höllfelsen.

Glaswanderweg - 95485 Warmensteinach im Fichtelgebirge / Bayern
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