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Proterobas

Beim Proterobas handelt es sich um ein mittelkörniges, dunkelgrün-weiß gesprenkeltes Gestein, das im Volksmund auch "Grünstein" genannt wurde.

Der Proterobas durchzieht den Fels des Ochsenkopfes zwischen Bischofsgrün und Fichtelberg als Gang in einer Länge von circa 8 km, mit einer Breite von fünf bis 30 m. Er wurde schon im frühen Mittelalter dort abgebaut und zu Glasknöpfen, Hohlgläsern und Perlen verarbeitet. Aufgrund seiner Zusammensetzung schmilzt er bei relativ niedriger Temperatur zu einer schwarzen Masse, aus der dann Perlen und Knöpfe geformt wurden. Neben Wasser und Holz als Energieträger war das Vorkommen von Proterobas sicherlich ausschlaggebend für die Entwicklung der Glasindustrie in dieser Region.

In späterer Zeit wurde Proterobas vor allem für Grabsteine und Denkmale, Bodenbeläge und Pflaster verwendet.

Noch heute sind die jahrhundertealten Brüche, in denen der Proterobas abgebaut wurde, am Ochsenkopf zu erkennen. Zum Teil haben sich kleine Seen gebildet, teilweise sind die tiefen Geländeeinschnitte aber noch gut erkennbar. Die Proterobasbrüche sind zwischenzeitlich geschützte Geotope.

Abraumhalden am Ochsenkopf zeugen von der bergbaulichen Tätigkeit.
Proterobas, auch Grünstein genannt, schmilzt bei relativ niedriger Temperatur zu einer schwarzen Masse.
Immer wieder findet der Wanderer mit Wasser voll gelaufene, ehemalige Steinbrüche.
Steile Wände zeigen, dass nur der schmale Proterobasgang abgebaut wurde.
Steile Wände zeigen, dass nur der schmale Proterobasgang abgebaut wurde.
Vor einigen Jahren wurden Teile der Brüche zu Geotopen erklärt.
Vor einigen Jahren wurden Teile der Brüche zu Geotopen erklärt.

Glaswanderweg - 95485 Warmensteinach im Fichtelgebirge / Bayern
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