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Schmugla-Produktionsstätte

In diesem ehemaligen Tanzsaal (Vordergrund) des Gasthauses „Löchleinstal“ gründeten im Herbst 1945 heimatvertriebene Fachleute aus dem Raum Gablonz im Isergebirge/Nordböhmen die Firma „Warmensteinacher Glas- und Schmuckwaren“ genannt „Schmugla“, eingetragen am 6.12.1945 im Gewerberegister der Gemeinde. Die Initiatoren waren Rudolf Schöbel aus Morchenstern, der sich als erster Heimatvertriebener am 15. Oktober 1945 mit Wohnsitz in Warmensteinach anmeldete und Josef Fischer aus Josefstal, zwei erfahrene Fachleute der weltbekannten Gablonzer Industrie.

Bereits ab September wurde mit Hochdruck für das Weihnachtsgeschäft gearbeitet. Christbaumschmuck, veredelte „Putzelküh“, Adventkränze und noch vieles mehr, fanden auf dem Nürnberger „Christkindlesmarkt“ reißenden Absatz.

Überhaupt ist der Gasthof Löchleinstal ein sehr geschichtsträchtiger Ort. In den Jahren 1819 bis 1823 diente das "Löchla" als verschwiegender Treffpunkt von Mitgliedern der verbotenen Deutschen Burschenschaften aus Halle, Jena, Leipzig und Erlangen. Hier soll auch die Person ausgewählt worden sein, die den russischen Staatsrat August von Kotzebue ermordete.

Der alte Gasthof zum Löchleinstal. Die Gebäudeanordnung ist heute noch wie früher.
Der ehemalige Tanzsaal (rechts) diente nach dem 2. Weltkrieg als Produktionsstätte, wurde allerdings später abgerissen.

Glaswanderweg - 95485 Warmensteinach im Fichtelgebirge / Bayern
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