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Glasmuseum

Die Gründung des Glasmuseums geht auf das Jahr 1980 zurück. Auf Initiative des aus Gablonz stammenden, bis 1978 amtierenden Warmensteinacher Bürgermeisters Erhard Thomas, der von je her eng mit der Glasherstellung verbunden war, gelang es, im neuerbauten Freizeithaus entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Ziel war es, die jahrhundertealte Glastradition des Fichtelgebirges und das nach dem zweiten Weltkrieg durch die Vertriebenen eingeflossene Wissen über das Glashandwerk und die Herstellung gläserner Kleinodien zu erhalten und interessierten Besuchern zugänglich zu machen. Entsprechend groß ist die Vielfalt der ausgestellten Exponate mit dem Schwerpunkt auf der Produktion einheimischer Betriebe. Von den einfachen Perlen und Knöpfen des Mittelalters über das sogenannte Waldglas bis zu den Produkten moderner Glasfertigung reicht die Palette und gipfelt im Bereich des technischen Glases in Glaskugeln mit weniger als 1/1000 mm Toleranz. Hinzu kommen Prunkstücke der Gablonzer Glaskunst, auch aus den Bereichen der Schmuckherstellung und der Glasveredelung.

Aber auch das Umfeld der Glasherstellung hat seinen Platz. Handwerkszeug und Maschinen sowie der Nachbau eines Perlenofens dokumentieren die Arbeit von der Glasschmelze bis zur Verarbeitung.

Zahlreiche Bilder sowie digitales Bildmaterial runden den Besuch des Museums ab.

Das Glasmuseum Warmensteinach zeigt eine umfangreiche Sammlung historischer Glasobjekte, die von der über 400 Jahre alten Glasmachertradition der früher zahlreichen Glashütten des Ortes, aber auch des gesamten Gebietes rund um den Ochsenkopf, zeugen. Voraussetzung dafür war das Vorhandensein der dazu notwendigen Rohstoffe, wie der Proterobas, ein grünlich-schwarz-schmelzendes Gestein, das sich in Gängen am Ochsenkopf findet. Hinzu kamen ausgedehnte Wälder mit genügend Holz zur Energiegewinnung und nicht zuletzt die Wasserkraft.

Die Perlen (im Volksmund Paterla genannt) wurden anfangs zu Rosenkränzen verarbeitet und in der Blütezeit Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis in den fernen Osten und nach Südamerika exportiert.

Durch die Ansiedlung der Gablonzer Vertriebenen gelangte neues Glaswissen nach Warmensteinach. So entstanden ab Herbst 1945 zahlreiche neue Betriebe, die unter anderem auch Glasknöpfe und Schmuck herstellten. Die dazu notwendigen Werkzeuge wurden selbst gefertigt und sind im Museum zu sehen.

Neben dem Nachbau eines Glasperlenofens ist auch das Modell eines Glasdruckofens zu sehen. Mit dieser Nachbildung möchte das Museum auf die Besonderheit der Glasdruckerei hinweisen, eine spezifische, im Isergebirge (Sudetenland) entwickelt Technik, die dort bis 1945 praktiziert wurde und in Warmensteinach ihre Fortsetzung fand..

Glaswanderweg - 95485 Warmensteinach im Fichtelgebirge / Bayern
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