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Dostenhütte

Dostenhütte

Hier, im früheren Ortsbereich Kaltensteinach, das bereits 1536 als besiedelt erwähnt wurde und bis 1818 zu Bischofsgrün gehörte, bevor es nach Warmensteinach eingemeindet wurde, stand ehemals die Dostenhütte. Zeitweise auch als Hammerwerk betrieben hat sich der Name Dosten für die rechts oben befindlichen Gebäude bis heute erhalten. Auch der Mühlgraben, mit dem das Wasser vom jetzigen Moosbach, der früheren Kaltensteinach, abgeleitet wurde, ist heute noch vorhanden. An ihm führt der Glaswanderweg entlang Richtung Löchleinstal.

Nähere Aufzeichnungen oder gar Bilder der Dostenhütte sind nicht bekannt.

Wie alt die Glasherstellung im Fichtelgebirge wirklich ist, lässt sich nur sehr schwer feststellen. Möglicherweise wurde bereits vor dem 10. Jahrhundert damit begonnen. Maßgeblich dafür verantwortlich war der Proterobas. Dieses dunkelgrüne Gestein (daher auch der Name Grünstein), das am Ochsenkopf gewonnen wurde, konnte ohne Zuschläge zu einer schwarzen Masse geschmolzen werden. Spricht man von Glasproduktion, so war dies in früherer Zeit fast ausschließlich die Herstellung von Knöpfen. Deshalb ist auch häufig von Knopfhütten die Rede, von denen 1692 zwei in Warmensteinach existierten. Gläserne Knöpfe waren sehr begehrt.

Die Jahresproduktion betrug einige 100 Zentner und die Knöpfe gelangten bis nach Moskau, in die Türkei und nach Westindien. Die Nachfrage, so ein markgräflicher Bericht aus dem Jahre 1769, überstieg bei weitem die Produktion.

Glaswanderweg - 95485 Warmensteinach im Fichtelgebirge / Bayern
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