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Bach- oder Kunzenhütte

Sie war eine von vier Perlenhütten, die nachweislich zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch in Betrieb war. Sie stand an der Stelle des jetzigen Hauses 163 (links neben der Gaswirtschaft "Zur Linde" ) und wurde 1929 stillgelegt. Grundstück und Hütte wurden von Ernst Vogel aus Hof an den Baumeister Wilhelm Schertel verkauft, der 1934 das Gebäude abriss und darauf ein Wohnhaus errichtete.

Die Herstellung von Knöpfen ist die älteste Verarbeitungsart von Glas. Sie verschwand allmählich und ein ganz anderer Zweig, nämlich die Perlenherstellung, etablierte sich: aus den Knopfhütten wurden Paterles-Hütten. Der Name Paterles leitet sich von Pater noster ab, da anfangs die Perlen häufig für Rosenkränze verwendet wurden. Schließlich wurde jegliche Art von Schmuck produziert. Die Produkte waren sehr begehrt und wurden bis Indien, Ägypten, Amerika, Australien und Südamerika exportiert. Die Kaiserin von Brasilien betete mit Perlen aus Warmensteinach.

Kaum zu erkennen, flankiert von der Schule (rechts) und dem Gasthaus "Zur Linde", die Bach- oder Kunzenhütte.

Glaswanderweg - 95485 Warmensteinach im Fichtelgebirge / Bayern
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